Walzenstrahlanlagen

Zum Strahlen von Walzen eignen sich unsere Strahlkopfanlagen in idealer Weise. Durch eine Traversierung des Strahlkopfes bei gleichzeitiger Rotation kann die Walze in normaler Produktionsumgebung ohne weitere Einhausung gestrahlt werden.
Neben dem Mattieren von Walzen stellen das Reinigen, das Aufrauen sowie das Erzeugen einer Antihaft-Oberfläche mittels Stahlkugeln die häufigsten Anwendungsfälle dar.
Strahlkopfanlagen zum Walzenstrahlen
Mobile Strahlkopf-Traversiervorrichtungen ermöglichen es, Walzen in eingebautem Zustand zu strahlen, so z.B. in der Kunststofffolienindustrie, wo Kalanderwalzen turnusmäßig gestrahlt werden müssen, um die geglättete Oberfläche erneut zu mattieren.
Strahlkabinen zum Walzenstrahlen
Strahlkabinen mit Strahlköpfen
In Sonderfällen ist eine Kombination aus Strahlkabine und Strahkopfstrahlen erforderlich, z.B. immer dann, wenn in der Anlage u.a. Walzen mit geringen Durchmessern und unterschiedlichen Kornfraktionen gestrahlt werden sollen.
In diesen Fällen bietet der Strahlkopf keine 100%-ige Abdichtung, so dass herabfallendes Strahlmittel in einer Kabine aufgefangen werden muss. Die Rückgewinnung über den Strahlkopf gewährleistet trotzdem, dass kein in der Kabine liegengebliebenes Strahlmittel einer anderen (gröberen) Kornfraktion aus einem vorhergehenden Strahlprozess in den Strahlmittelkreislauf gelangt. Die Strahlmittelreste gelangen erst dann wieder zum Einsatz, wenn mit der gröbsten Mischung gestrahlt wird. Auf diese Weise wird das Strahlmittel optimal - und ohne Beeinträchtigung des Strahlbildes - genutzt.
Steuerung à la Carte
Die Steuerung bildet das Herzstück einer automatisierten Walzenstrahlanlage. In der höchsten Ausbaustufe lassen sich Walzengeometrie, Strahlgeschwindigkeit, Strahldruck, Düsenabstand und Anzahl der Strahldurchgänge als werkstückspezifischen Datensatz (Rezeptur) hinterlegen und reproduzieren. Hinzu kommen zahlreiche Kontrollfunktionen wie z.B. die Überwachung des Strahlmittel-Füllstandes oder des Differenzdrucks der Filterpatronen.

- Strahlen mit Rezepturhinterlegung
Kontinuierliches Strahlen mit gleichbleibender Kornfraktion

- Kontinuierliche Druckstrahlanlage
In manchen Fällen ist es notwendig, bis zu 10 Stunden ununterbrochen zu strahlen.
Beim Druckstrahlverfahren bedeutet dies, dass keine Pause zur Wieder-befüllung des Strahlkessels zur Verfügung steht.
Dies wird erreicht, indem das Strahlmittel über einen Transferkessel in den Hauptkessel gelangt.
Während das im Hauptkessel befindliche Strahlmittel stets unter Betriebsdruck steht, wird der Transferkessel taktweise entlüftet und aus dem Vorratsbehälter wiederbefüllt.
Anschließend wird der Transferkessel unter Druck gesetzt und befüllt seinerseits den Hauptkessel.

- Nachfüllbehälter
Eine weitere Option zur Erzielung einer gleichbleibenden Kornfraktion stellt ein automatisch arbeitender Nachfüllbehälter dar.
In Verbindung mit Grenzschaltern bzw. einer Füllstandsmesssonde im Druckkessel wird das Strahlmittel taktweise in den Strahlmittelkreislauf eindosiert.
Auch der Nachfüllbehälter ist mit einem Niveau-Grenzschalter ausgestattet, um die Notwendigkeit der Wiederbefüllung rechtzeitig zu signalisieren.










